Entdecker(g)reise

Ü40 – REISEN & erLEBEN –

Hier wird  gehämmert, gebohrt, gebürstes und geschmirgelt - Skupturenbau auf der Natura.Kreativ ©entdecker-greise.de
Hier wird  gehämmert, gebohrt, gebürstes und geschmirgelt - Skupturenbau auf der Natura.Kreativ ©entdecker-greise.de

Skulpturenbau in Altenmarkt – Zauchensee oder von der Freude, aus Urlaubs – Fundstücken bleibende Erinnerungen zu schaffen

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Seit Jahren sammle ich in meinen Urlauben, was das Zeug hält, und schaffe tonnenweise Muscheln, Steine und von Salz und Sonne ausgebleichtes Treibholz, als Erinnerungen, nach Hause. Bisher wurden diese Schätze dann – dort angekommen, in schönen Gläser und Schalen, untergebracht und zieren nun die verschiedensten Ecken meiner Wohnung.Das hat sich nun sicherlich geändert, denn seit meinem Skulpturenbau – Kurs bei Walter Puchmayr kann ich meine „Lieblingsstücke“ sicherlich noch besser in Scene setzen. Zumindest verlasse ich die Natura.Kreativ mit tausend Ideen im Kopf und es wird sich zeigen, was in Zukunft so alles daraus entstehen wird. … Denn der nächste Winter kommt bestimmt und mit ihm genügend Zeit zum kreativen Werkeln

Ich muss sagen, der Kurs Skulpturenbau hat mich gleich magisch angezogen, denn Ideen zu meinen eigenen (Urlaubs-) Fundstücken habe ich sicherlich schon viele im Kopf, doch bislang haperte es leider immer an der richtigen Umsetzung.
„Wie bekommt man Holzverbindungen hin, ohne dabei Leim zu verwenden, der anschließend irgendwo herausgequetscht dann doch wieder unschön sichtbar ist?“ „Was mache ich mit meinen Steinen – für mich wunderschöne Erinnerungen aus der Normandie, aus Dänemark oder aus Schottland? Und vor allem, wie erhalte ich bei diesen dieses „Unterwasserfunkeln“? Gibt es hier möglicherweise Tipps und Tricks, die dieses Gefühl einen unendlich kostbaren Schatz gefunden zu haben, ein weinig konservieren?“
Mit all diesen Fragen und Erwartungen gehe ich in Walter Puchmayrs Kurs, der gleich am nächsten Tag, nach meiner Ankunft, startet.

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters - Treibholz für den Skulpturenbau ©entdecker-greise.de

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters – Treibholz für den Skulpturenbau ©entdecker-greise.de

Ich komme ein wenig früher in der Mehrzweckhalle an und habe somit genügend Zeit, mich vor dem Eintreffen der anderen Kursteilnehmer ein wenig umzuschauen. Die zu verarbeitenden Materialien stehen schon bereit, ebenso wie zahlreiche Maschinen und Werkzeuge. Alles ist fein säuberlich so aufgebaut, dass in meinem Kopf gleich Bilder entstehen und ich sofort anfange mir zu überlegen, was ich denn eigentlich an diesem Tag so werkeln möchte.
„Welche Materialien sprechen mich besonders an?“ „Wie sehen die bereits fertigen „Kunstwerke“ aus, die hier auch schon zu bestaunen sind und wohl der eigenen Kreativität ein wenig auf die Sprünge helfen sollen.“
Toll, was da so alles entstanden ist. Ich kann es wirklich kaum erwarten anzufangen!

 Erste Materialzusammenstellung für meine Skulptur ©entdecker-greise.de


Erste Materialzusammenstellung für meine Skulptur ©entdecker-greise.de

Als Walter mich mit der Frage anspricht, ob ich mich schon für ein bestimmtes Material entschieden habe, brauche ich nicht lange nachzudenken. Klar habe ich: So weiß ich z. B., dass ich nicht zu viel Schnickschnack an meinen Skulpturen haben möchte. Keine vorgefertigten Teile, wie Herzen, Kugeln oder andere Dinge sollen mitverarbeitet werden. Alles soll einfach und natürlich bleiben. … Was es dann im weiteren Verlauf doch nicht so ganz bleibt, doch das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Spontan wähle ich mir Hölzer und Steine, die mich ansprechen und mir gefallen. Ich liebe es, mit diesen Naturmateriealien zu arbeiten, denn für mich bedeutet bereits diese Berührung Entspannung und Erdung. Ich bin gleich wieder in Urlaubsstimmung und fühle mich pudelwohl! Somit ist kreatives Gestalten mit „Urlaubsschätzen“ also auch eine herrliche Möglichkeit, das „Urlaubsfeeling“ noch ein wenig länger zu konservieren und mit in den Alltag zu transportieren. Deshalb schleppen wir doch schließlich all diese Kostbarkeiten mit nach Hause, oder?!
Die Hölzer werden gereinigt und mit Drahtbürste und Schmirgelpapier bearbeitet. Danach wird gewachst, geölt und die Oberfläche so lange bearbeitet, bis es sich für mich gut anfühlt. Irgendwann merke ich, die Hölzer haben nun die Beschaffenheit, die ich mir vorgestellt habe und ich kann damit beginnen, mir zu überlegen, auf welchen „Füßen“ diese künftig stehen sollen.
Die passenden Steine dazu hatte ich mir ja bereits im Vorfeld ausgesucht. Hier beginnt ein ähnliches Prozedere. Auch die Steine müssen gereinigt und bearbeitet werden. Schön glänzend sollen sie sein, so, als hätte ich sie gerade erst gefunden und aus dem Wasser geholt. „… Meinen Schaaaaatz!“ 😉
Dann wird`s spannend, Steine und Holzstücke sollen zu der letztendlichen Skulptur verbunden werden und hierzu kommt erst einmal die Schlagbohrmaschine zum Einsatz. Es geht also recht rustikal zu, denn ein Loch in einen Naturstein zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Doch mit Walters Hilfe klappt es irgendwie immer. Er blickt eben auf eine jahrelange Erfahrung im Skulpturenbau zurück und gibt diese auf der Natura.Kreativ gerne weiter. Er erklärt mir auch, wie ich Stein und Holz nun miteinander verbinde.
Als auch das geschehen ist, merke ich, dass mir bei meinen Skulpturen noch etwas fehlt. Also durchforste ich wieder Walters „Schätze“, in der Hoffnung ein Material zu finden, dass ich noch mit meinen „Kunstwerken“ verbinden kann. Und natürlich werde ich auch dieses Mal fündig … aber schaut es Euch doch einfach selbst an:

Morphogenetik ©entdecker-greise.de

Morphogenetik ©entdecker-greise.de

Meine erste Skulptur habe ich „Morphogenetik“ genannt. Sie spiegelt meine Grundeinstellung wieder, dass wir mit anderen Menschen, wie auch mi der Natur selbst und letztlich allen sich auf dieser Erde befindlichen Phänomenen in einen fruchtbaren Kontakt und Dialog treten können. Vorausgesetzt … wir verfügen über genügend Empathie und Feingefühl, deren unterschiedlichste Informationsebenen wahrzunehmen und zu entschlüsseln.

Gipfelstürmer ©entdecker-greise.de

Gipfelstürmer ©entdecker-greise.de

Meine zweite Skulptur heißt „Gipfelstürmer“. Sie beschreibt die Freude daran zu immer neuen Zielen aufzubrechen, … wenn man denn das Wunder des Weges, als eigentliches Ziel, zu schätzen und zu genießen versteht.
Tja, aber das sind „nur“ meine Interpretationen. Und ganz gleich, ob es nun für andere Menschen eben doch nur Holz, Stein und Draht ist, mich werden diese meine „Werke“ stets an meine ganz eigenen Gewichtungen erinnern, die ich in meinem Leben fokussiere! An die tief empfundene Freude bei der Erstellung dieser Stücke und an eine wunderschöne Zeit auf der Natura.Kreativ in Altenmarkt Zauchensee!
Vielen Dank für die Einladung und die tollen Erfahrungen!

 

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Autor: Monika Baum

Ü40 und Reise-Greis(in), außerdem (Spät-)Entdecker(in) und Abenteurer(in) aus Leidenschaft

Ein Kommentar

  1. Schön Deinen Artikel zu lesen. Du bist ja mit viel mehr Mut ans Skulpturenbauen gegangen als ich. Jedenfalls toll dass jeder so seine Erlebnisse und Skulpturen mit nach Hause nehmen konnte! Liebe Grüße, Gudrun

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